Allen Ginsberg / Ost-Berlin & New York

Am 10. Februar 1983 fand im Prenzlauer Berg, Berlin, ein Treffen statt, das noch gut 40 Jahre Wellen später schlug: Allen Ginsberg und Peter Orlovsky besuchten einen Kreis von Dichterinnen und Dichtern, die damals wie heute heute einen Querschnitt durch den literarischen wie künstlerischen Underground der DDR bildeten: Bert Papenfuß, Stefan Döring, Elke Erb, Lutz Rathenow, Gabriele Stötzer (damals Kachold), Sascha Anderson sowie weiteren Künstlerinnen und Künstlern wie Cornelia Schleime und Heike Stephan. Ginsberg und Orlovsky lasen Gedichten und sangen Texte, es wurde diskutiert und gelacht, zwei Punks kamen zu Besuch … und rechtzeitig vor Mitternacht mussten die Westbesucher sich wieder auf den Weg zum „Tränenpalast“ machen.

1997, als Ginsberg starb, erinnerte sich Gabriele Stötzer in einem Text an dieses Treffen, und daran, was es für sie bedeutete und schlägt damit den Bogen zu ihrer aktuellen Ausstellung im Gropius-Bau in Berlin. Weitere frühe Gedichte und andere Materialien ergänzen das Bild einer lebendigen Szene, deren Bedeutung nicht überschätzt werden kann.

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